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Publikationen der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft

Klärschlammausbringung in Grundwasserschutzgebieten – ein kalkulierbares Risiko?

Will, Jutta und Puschner, Christoph und Schwarz, Andreas und Bischoff, Wolf-Anno (2013) Klärschlammausbringung in Grundwasserschutzgebieten – ein kalkulierbares Risiko? In: Böden – Lebensgrundlage und Verantwortung, 07.-12.09.13, Rostock.

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Kurzfassung

Eine Beeinträchtigung der Grundwasserqualität als Folge der Klärschlammapplikation ist möglich. Hingegen ist es auch bei einer Fortsetzung dieser Praxis unwahrscheinlich, dass im Grundwasser Grenz- oder Prüfwerte nach TrinkwV oder BBodSchV überschritten werden. Auch für weitere, bisher nicht geregelte Schadstoffe bestehen keine Hinweise für eine schädliche Konzentration im Grundwasser. Insgesamt wurden ca. 190 Schadstoffe und Schadstoffgruppen berücksichtigt. Wir empfehlen daher nach jetziger Kenntnis, die Klärschlammapplikation nicht einzuschränken oder zu verbieten. Für einige Schadstoffe besteht jedoch ein Risiko für zeitlich und räumlich begrenzte Grenzwertüberschreitungen. Daher empfehlen wir dem ZVG ein mehrjähriges Monitoring der Auswaschung für folgende Stoffe: Ni, Cu, Zn, Sb, As sowie KW und PAK. Insbesondere Flugsandstandorte mit niedrigem pH-Wert (Ni, Cu, Zn) und geogen vorbelastete Standorte (As, Sb) sind gefährdet. Darüber hinaus besteht für die organischen Schadstoffgruppen KW und PAK auf grundwassernahen Auenstandorten ein Auswaschungsrisiko über präferenzielle Fließwege.

Eintragstyp: Konferenz- oder Workshop-Beitrag ("Berichte der DBG")
Stichwörter: Grundwasserschutz, Klärschlamm, Schadstoffe, Sickerwasserprognose
Bereiche: Kommissionen > Kommission VI: Bodenschutz und Bodentechnologie
Benutzer: Andreas Schwarz
Hinterlegungsdatum: 18 Okt 2013 09:14
Letzte Änderung: 13 Dez 2015 16:27
URI: http://eprints.dbges.de/id/eprint/924

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