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Publikationen der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft

WRB- Klassifizierung von Tonverlagerungsböden im Gelände mittels Gammastrahlungssignaturen in Nordthailand

Schuler, U. und Erbe, P. und Stahr, K. und Herrmann, L. (2009) WRB- Klassifizierung von Tonverlagerungsböden im Gelände mittels Gammastrahlungssignaturen in Nordthailand. In: Böden - eine endliche Ressource, September 2009, Bonn.

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Kurzfassung

Die Tonverlagerung ist der wichtigste bodenbildende Prozess in Nordthailand (Schuler 2008). In Abhängigkeit von Petrographie, Topographie und Klima kommt es im Wesentlichen zur Bildung von Acrisolen und Alisolen, untergeordnet treten daneben auch Luvsiole und Lixisole auf. Entsprechend der WRB 2006 Klassifikation (World Reference Base for Soil Resources IUSS Working Group WRB 2006) lassen sich diese Referenzbodengruppen nur anhand der Kationenaustauschkapazität des Tons und der Basensättigung voneinander unterscheiden. Der erste Parameter lässt sich jedoch nur durch zeitraubende und kostenintensive Analysen bestimmen, was für Bodenkartierer unbefriedigend ist, da diese Information schon im Feld sehr hilfreich sein kann. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, herauszufinden, ob sich Tonverlagerungsböden anhand ihrer Gammastrahlungssignaturen bereits im Feld voneinander unterscheiden lassen. Zugrunde liegt hier die Annahme, dass unterschiedliche Tonverlagerungsböden eine spezifische Tonmineralzusammensetzung aufweisen, welche sich in der Geochemie und folglich in der Gammastrahlungssignatur widerspiegelt. Sowohl die bodenbasierte als auch die luftgestützte Messung der Gammastrahlung von Ton-verlagerungsböden über Kalkstein ergab höchst signifikant unterschiedliche Strahlungssignaturen für K, eU, und eTh. Insbesondere die K- und eTh-Signaturen erlaubten eine deutliche Trennung von Acrisolen und Alisolen. Sollten sich die Messungen auch an anderen Lokalitäten und bei anderem Ausgangsgestein wiederholen lassen, dann ließen sich zukünftig mehr Tonverlagerungsböden mit einem tragbaren Strahlungsmessgerät und pH-Meter bereits im Feld voneinander unterscheiden. Zur Kartierung größerer Areale kann theoretisch eine Klassifizierung durch luftgestützte Messungen vorgenommen werden. Damit könnten enorme Analysenkosten eingespart werden.

Eintragstyp: Konferenz- oder Workshop-Beitrag (Poster)
Stichwörter: K, U, Th, Kationenaustauschkapazität
Bereiche: Kommissionen > Kommission V: Bodengenetik, Bodensystematik, Bodeninformation
Benutzer: Ulrich Schuler
Hinterlegungsdatum: 26 Nov 2009 19:12
Letzte Änderung: 13 Dez 2015 16:24
URI: http://eprints.dbges.de/id/eprint/313

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