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Publications of the German Soil Science Society

Bodenphysikalische Untersuchungen von Torfdämmen zur Wiedervernässung von Hochmooren

Mordhorst, Anneka and Fleige, Heiner and Bretschneider, Angelika and Filipinski, Marek and Horn, Rainer (2019) Bodenphysikalische Untersuchungen von Torfdämmen zur Wiedervernässung von Hochmooren. In: Jahrestagung der DBG/BGS Erd-Reich und Boden-Landschaften, 24. – 27. August 2019,, Bern, Schweiz.

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Abstract

Im Auftrag des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Schleswig-Holstein (LLUR) wurde der Wasserstaueffekt von Verwallungen, die zur Wiedervernässung in degradierten Hochmooren errichtet wurden, anhand der bodenphysikalischen Kennwerte: gesättigte Wasserleitfähigkeit, Trockenrohdichte und Luftkapazität (weite Grobporen > 50 µm) auf vier Hochmoorflächen in der Eider-Treene-Sorge Niederung Schleswig-Holsteins überprüft. Um den erwünschten Verdichtungseffekt in der Verwallung (bestehend aus einem Torfdamm mit darunterliegender Verfüllungsgrube als „Torfdichtwand“) näher zu quantifizieren, wurden vergleichbare Untersuchungen an einem jeweiligen Referenzstandort in den gleichen Bodentiefen (50 und 100 cm unter GOF) durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass in der Verfüllungsgrube die Wasserleitfähigkeit in horizontaler Richtung gegenüber der Referenzfläche abnimmt, was die seitliche Wasserbewegung aus dem Moorkörper vermindert. Dieser Staueffekt wurde im Mittel allerdings nur in 50 cm, nicht in 100 cm Tiefe erreicht. Geringe Trockenrohdichten und hohen Luftkapazitäten in 100 cm Tiefe deuten auf eine nachlassende Wirkung der Verdichtung durch die Baggerlast mit der Tiefe. Allerdings bewirkte das Zerstören der natürlichen Torfstrukturen und die Durchmischung eine Abnahme der Porenfunktionalität in der Verwallung, so dass die besonders leitfähigen Grobporen nicht in Zusammenhang mit einer Zunahme der horizontalen Wasserleitfähigkeit stehen. Ihr positiver Effekt auf den Wasserfluss wirkt daher nur in vertikaler, nicht mehr in horizontaler Richtung. Die damit erzeugte Umkehr der Anisotropie von einer stärker horizontal, wie in den natürlich geschichteten Torfen der Referenz, zu einer stärker vertikal ausgeprägten Fließrichtung in der Verwallung, wird daher mit als eine entscheidende Steuergröße für das Abflussregime gesehen, die die Effektivität der Wasserrückhaltung verbessert.

Item Type: Conference or Workshop Item (Contribution to "Reports of the DBG")
Uncontrolled Keywords: Moorrenaturierung, gesättigte Wasserleitfähigkeit, Luftkapazität, Porenfunktionalität, Anisotropie
Divisions: Kommissionen > Kommission VI: Bodenschutz und Bodentechnologie
Depositing User: Anneka Mordhorst
Date Deposited: 07 Nov 2019 08:37
Last Modified: 07 Nov 2019 08:37
URI: http://eprints.dbges.de/id/eprint/1825

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