DBGPrints Repository
Publications of the German Soil Science Society

Einfluss von Gärsubstraten auf die Benetzbarkeit von sandigen und lehmigen Böden unter feuchten und lufttrockenen Bedingungen

Häger, C. and Zimmermann, I. and Horn, R. (2017) Einfluss von Gärsubstraten auf die Benetzbarkeit von sandigen und lehmigen Böden unter feuchten und lufttrockenen Bedingungen. In: Jahrestagung der DBG 2017: Horizonte des Bodens, 02.-07.09.2017, Göttingen.

[img]
Preview
PDF
Download (11kB) | Preview

Abstract

Durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ist die Anzahl an Biogasanlagen und damit die Menge an anfallenden Gärresten stark gestiegen. Gärreste werden häufig als Dünger in den Kreislauf zurückgeführt. Ihr Einfluss auf die Luftleitfähigkeit, Sauerstoffdiffusion, (un-) gesättigte Wasserleitfähigkeit, sowie Benetzbarkeit unter feuchten (-60 hPa) und lufttrockenen Bedingungen, Vorbelastung und Eindringwiderstand ist hinsichtlich der Starrheit von Böden bisher noch nicht umfassend bekannt. Um einen ersten Überblick über diese Interaktionen zu bekommen, wurde die Benetzbarkeit sowohl unter feuchten (-60 hPa) Bedingungen, sowie nach einer Trockenperiode von 7 Tagen untersucht. Hierzu wurden im Labor Gärsubstrate, die zu unterschiedlichen Anteilen aus Mais, Zuckerrüben und Weizen bestanden, auf sandige und lehmige Böden (Bodenarten: Ss und Sl4) ausgebracht und auf ihre Benetzbarkeit unter lufttrockenen (Wilhelmy-Platten-Methode nach Bachmann et al. (2003)) und feuchten (-60 hPa) Bedingungen (Repellency Index nach Tillman et al. (1989)) untersucht. Die Inputsubstrate wurden nach den praxisüblichen Bedingungen aufbereitet und mit einem Gärrest einer Praxisbiogasanlage als Inokulum fermentiert. Unter anderem wurde ein Anstieg des Kontaktwinkels nach der Applikation der Gärsubstrate sowohl im sandigen als auch im lehmigen lufttrockenen und homogenisierten Boden ermittelt. Während der sandige Boden bereits vor der Applikation hydrophob war, zeigte der lehmige Boden erst nach der Applikation hydrophobe Bedingungen. Lediglich bei 100 %igem Zuckerrübeninput blieb der lehmige Boden hydrophil. Beide strukturierte Böden waren unter feuchten Bedingungen (-60 hPa) vor der Applikation der Gärsubstrate benetzbar. Im sandigen Boden sorgte ein 100 %iger Maisinput für Hydrophobie, während im lehmigen Boden alle Gärsubstrate Hydrophobie hervorriefen.

Item Type: Conference or Workshop Item (Contribution to "Reports of the DBG")
Uncontrolled Keywords: Freie Themen
Divisions: Kommissionen > Kommission I: Bodenphysik und Bodenhydrologie
Depositing User: Unnamed user with email dbg@dbges.de
Date Deposited: 19 Mar 2018 21:23
Last Modified: 19 Mar 2018 21:23
URI: http://eprints.dbges.de/id/eprint/1425

Actions (login required)

View Item View Item